Patchworkvater.de - wer will das denn lesen?

Die Idee

Was habe ich eigentlich zu bieten?

Ja, ich bloge jetzt? Warum auch nicht? Aber wer will das denn überhaupt lesen? Was habe ich denn spannendes zu berichten? Gibt es überhaupt eine Zielgruppe? Und finde ich überhaupt Themen?

Inspiriert von einem Bericht in meiner regionalen Tageszeitung über einen bloggenden Vater in Berlin bin ich erneut darauf gestoßen worden. Warum nicht bloggen? Warum nicht meine Erlebnisse aus meiner kleinen Scheidungs- und Patchworkwelt mit Euch teilen? Warum nicht zeigen, wie es einem Scheidungsvater im Dauerspagat zwischen eigenem Kind und dem Wunsch nach mehr Zeit mit der leiblichen Tochter und „neuer Familie“ so geht? Und vielleicht damit auch Verständnis für die vielen Väter erzeugen, die diese Belastung am Ende nicht dauerhaft aushalten, die deshalb am Ende Ihre „Besuchszeit“ nicht mehr nutzen, die ihr Umgangsrecht nicht mehr erkämpfen und somit Stück für Stück aus dem Leben ihrer eigenen Kinder verschwinden. Und natürlich Verständnis für die Scheidungskinder, die in diesem gespaltenen Umfeld groß werden. Die alles doppelt haben und trotzdem auch alles irgendwie teilen müssen?

Aber was könnt ihr erwarten? Wer schreibt hier eigentlich?

Ich bin bald 44 Jahre, habe eine 11jährige Tochter, die viel zu selten bei mir ist, weil sie eigentlich bei ihrer Mutter lebt. Die Trennung ist jetzt über sechs Jahre her. Trotzdem knabbert meine „Lütte“ da weiterhin hart dran. Nach der Trennung bin ich in die Nähe ihrer Schule (Achtung Tanzalarm, es ist eine Waldorfschule) gezogen,  so dass sie grundsätzlich jeden Tag zu Fuß oder mit dem Rad zu Schule könnte. Könnte……hört ihr die Rotoren des Hubschraubers gerade genauso laut wie ich? Dazu später mehr.

Außerdem bin ich seit nunmehr fast 4 Jahren in einer neuen Beziehung mit einer wundervollen Frau und ihren beiden Jungs. Die beiden sind 10 und 6 Jahre alt und wie so Jungs halt sind. Das komplette Gegenteil von einer Einzelkind Tochter. Wir wohnen noch immer in getrennten Wohnungen, geniessen unsere kinderfreien Wochenende sehr und finden keinen Weg für das Zusammenleben, ohne dass einer der Beteiligten darunter zu sehr leidet. Auch dazu später mehr.

Ach ja, ich bin gelernter Banker, gerade auf der erneuten Jobsuche. Ich bin so in den Beruf des Bankers rein gerutscht. Ist ja was sicheres und seriöses, gell Papa. Aber ich bin darin nie wirklich glücklich geworden. Auch dazu später sicher mehr. 

Und was beschäftigt mich neben meiner Familienkonstellation? Ich mache gerne Musik. Ich spiele ab und zu auf meiner Xbox, ich lese gerne, ich mache mir gerne Gedanken über die Folgen der Digitalisierung und vor allem der Auswirkungen auf die kleinen Menschen da draussen. Und was es mit uns und der Welt da draussen allgemein macht. 

Ich liebe technische Spielzeuge und - auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige Leute dieses Blog sofort wieder verlassen - bin totaler Apple Nerd. Seit 2007 aus voller Überzeugung. 

Und ich bin mit meinen 44 Jahren zwar auf Facebook und Instagram unterwegs aber ich teile durchaus noch die Skepsis und die Abneigung dagegen, mein ganzen Leben dort zu teilen. Vielleicht wird sich das im Rahmen dieses Blogs ändern. Ihr werdet es erleben.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Ich bin therapierter Burn-Outer. Ja, auch das noch. Aber dadurch reflektiere ich manchmal mehr als andere und denke manchmal auch einfach eine Umdrehung zu viel nach. Seht es mir nach. Und wie ich damals da reingerutscht bin und wie ich meinen Weg da wieder raus gefunden habe, wird sicher auch Bestandteil dieses Blogs sein.

 

Und nun…..auf in das Abenteuer…..auf ins Patchworkvaterblog.