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Tag 23- Eure Kommentare

 

Vielen Dank allen, die sich in den letzten Tagen und Wochen auf mein kleines Blog verirrt haben. Und meinen besonderen Dank gilt all denen, die sich auch noch die Mühe gemacht haben, Kommentare zu hinterlassen. Und damit auch alle was davon haben, will ich auf den einen oder anderen Kommentar hier eingehen.

 

Zum Tag 22, dem Muttertagspost…..vielen Dank, für Eure Beiträge und Meinungen. Ich denke auch, dass ein harmonischer Tag eigentlich das wichtigste ist. Und ich denke auch, dass es diesen Tag eigentlich nicht Bedarf, wenn man die Leistungen einer Mutter einfach auch zwischendurch immer mal wieder würdigt und auch mal „danke“ sagt. Und ich will es hier mal in aller Deutlichkeit sagen. Bei allem Streit, den es manchmal zwischen getrennten Eltern  um die blödesten Kleinigkeiten gibt und wenn man auch noch so sehr bei dem einen oder anderen Thema auseinander liegt, ziehe ich ganz offiziell meinen Hut vor alle den Müttern (und auch Vätern), die die 2 Wochen zwischen den „Vaterwochenende“ am Stück wuppen und in dieser Zeit die volle Verantwortung tragen. Ich denke, man sollte sich immer wieder vor Augen halten, dass das beim besten Willen auch kein Zuckerschlecken ist. Daher: Danke Euch allen da draussen, dass ihr das für Eure Kinder tut! Und wenn man als Expartner helfen kann, wenn die gemeinsamen Kinder mal „Danke“ sagen, dann sollte es darum gehen und ist es nur eine gerechtfertigte Würdigung der Frau, die nunmal die „Rolle“ der „Mutter“ inne hat.

 

So, nun aber zum extrem kontroversen Tag 19 und der Farbe „grau“. Erste Stelle, zweite Stelle, Geige eins, Geige zwei, Geige 4 3/4…..wie cool ist das denn, was es da an unterschiedlichen Meinungen gibt. Und ich sehe das nur als Bestätigung meiner Theorie. Es geht darum, ob die Einstellungen zu dem Thema von beiden Partner zueinander passen. Wenn jemand das Bedürfnis hat, seine Kinder weiter im Fokus zu haben, weil sie nunmal die leidtragenden in der Geschichte sind, die sich nichts davon ausgesucht haben, dann ist das okay. Wenn jemand anderes aber sagt, dass er oder sie nicht damit leben kann, dann passen diese zwei Menschen nicht in eine dauerhafte Beziehung. 

Und natürlich geht es hier nicht darum, dass das Leben sich immer nur um die Kinder dreht, Christine. Und ich würde mich meiner Tochter gegenüber sicherlich auch anders verhalten, wenn sie bei mir leben würde und nicht primär bei der Mutter. Denn natürlich geht es ja in der Erziehung auch darum, dass man nicht immer alles bekommt, was man möchte und sich nicht alle um einen herum nach einer Person richten. Aber als Patchworkvater ist man schon selten genug überhaupt da. Und wenn man dann noch in der Zeit, in der die eigenen Kinder da sind, seine eigenen Interessen in der Vordergrund stellt, werden sich die Kinder über kurz oder lang fragen, wie wichtig sie sind. 

 

Und eine Aussage von Marion fand ich total wichtig und darin habe ich mich sehr wieder erkannt. „Die Kinder werden flügge und gehen irgendwann, die Partner bleiben.“ Ich denke, dem ist nix hinzuzufügen. Wenn da nicht folgende Besonderheit wäre: Wir alle haben das Gegenteil erlebt. Der Partner geht und die Kinder bleiben. Das war für alle auch noch eine sehr schmerzhafte Erfahrung.  Und wir lernen je bekanntlich durch Schmerz am Besten. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste heiße Kochstelle und den Kontakt zu meiner rechten Hand. Und ich erinnere mich auch noch gut an den Versuch, die linke Hand zu nehmen und fest zu stellen, dass die Kochstelle noch immer heiß war und man auch als Rechtshänder in der linken Hand Schmerz empfinden kann. Und daher hat sich diese Erfahrung eingebrannt und beeinflusst vielleicht ein wenig unser Handeln. 

 

Und ja, die neuen Partner können und sollen nicht ständig nur „geben“. Jede Beziehung ist doch ein Pendel. Mal gibt der oder die eine mehr und dann mal wieder der oder die andere. Und im Laufe einer Beziehung sollte es sich die „gefühlte“ (denn wir können und sollen das nicht messen) Waage halten, oder?

 

 

Also, vielen Dank für die vielen Kommentare. Langsam kommt Leben in mein Blog und ich bin sehr dankbar über jeden Beitrag von Euch! Denn ob ihr es glaubt oder nicht: Ich lese sie alle und bin froh, dass sich mein Horizont mit jedem Kommentar erweitert. Denn die Patchworkwelt ist so komplex und gleichzeitig so bunt und spannend.  Und ich freue mich darauf, auch in Zukunft einen Teil davon mit Euch zu teilen. Viel Spaß beim weiteren Stöbern. Und wer eine Mail bekommen will, wenn ich mal wieder etwas online stelle, kann sich über diesen Link anmelden. Es gibt garantiert keine Werbung von Dritten und auch keine Gewinnspiele. Versprochen!

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Kommentare: 4
  • #1

    ElaLuela (Montag, 21 Mai 2018 13:58)

    "Und eine Aussage von Marion fand ich total wichtig und darin habe ich mich sehr wieder erkannt. „Die Kinder werden flügge und gehen irgendwann, die Partner bleiben.“ Ich denke, dem ist nix hinzuzufügen. Wenn da nicht folgende Besonderheit wäre: Wir alle haben das Gegenteil erlebt. Der Partner geht und die Kinder bleiben." : Vielleicht sollte man sich Fragen, warum Partnerschaften/Ehen zerbrechen, sobald Kinder da sind??? Vielleicht sollte man nun spätestens beim zweiten mal nicht den gleichen Fehler machen und die Kinder als " das Wichtigste " im Leben betrachten....?
    Wenn man als WE- Vater das aber so möchte, so sei es jedem selber überlassen. Aber dann sollte man gefälligst dazu stehen. Und der neuen Partnerin das auch so in aller Ehrlichkeit vermitteln, so dass die neue Frau von Anfang an weiss, wo dran sie ist und sich frei entscheiden kann, ob sie akzeptiert oder eben geht. Schlimm finde ich, dass es unfair und feige kommuniziert wird und die neuen (kinderlosen) Frauen manchmal jahrelang hingehalten werden. Nach dem Motto, Du bist die Beste und es wird alles gut und wir kriegen Kind. Und die Exfrau habe ja nichts zu sagen und ich stehe zu Dir. In Wirklichkeit sind die Männer sooooo klein mit Hut, wenn's um Ex geht, denn sie könnte ja die Kinder wegnehmen.....oh Gott oh Gott.
    Warum nicht sagen: die Familie 1 hat absolute Priorität und du stehst hinten dran???
    Grundsätzlich finde ich es ok, wenn beide Kinder haben. Wenn (oft viel jüngere) kinderlose Frau einfach hingehalten wird, finde ich schlimm. Leider vergehen oft Jahre, bis man das Spielchen durchschaut hat. LG Ela

  • #2

    ElaLuela (Montag, 21 Mai 2018 14:06)

    "Denn natürlich geht es ja in der Erziehung auch darum, dass man nicht immer alles bekommt, was man möchte und sich nicht alle um einen herum nach einer Person richten. Aber als Patchworkvater ist man schon selten genug überhaupt da. Und wenn man dann noch in der Zeit, in der die eigenen Kinder da sind, seine eigenen Interessen in der Vordergrund stellt, werden sich die Kinder über kurz oder lang fragen, wie wichtig sie sind. "
    Einerseits gebe ich Dir Recht. Andererseits ist es nicht die Angst, die aus Euch Vätern spricht? Warum um Himmels Willen sollte man als Vater/ Mutter vom Kind abgelehnt werden, nur wenn man nicht die ganze Zeit um das Kind "springt". Wenn das tatsächlich so wäre, fände ich es schlimm und sicherlich in der Erziehung was schief gelaufen. Zu welchen Egoisten werden denn diese "Armen Scheidungskinder" erzogen, wenn alle nach deren Pfeife tanzen und sich die ganze Welt um diese dreht????
    Warum nicht mal auch am Umgangs WE ein Nein sagen und nicht nur bespaßen sondern auch erziehen??? Ist es nicht mehr die Aufgabe der Eltern?
    LG Ela

  • #3

    Black-eye (Montag, 21 Mai 2018 22:25)

    Ja ElanLuna ich gebe dir recht ein Nein bedeutet ja nicht direkt du bist mir egal ich hab dich nicht lieb. Wenn man immer alles durchgehen läst und alle nur den Willen des Kindes nachkommen erzieht man sich einfach Narzissten. Und wenn die Kinder mal groß sind dann erwarten Sie das wohl auch von ihren Partner alles dreht sich um sie. Oh man dann wären sie wohl als zweite Geige im Patwork fehl plaziert. Welche Ironie

  • #4

    Steffi (Dienstag, 22 Mai 2018 21:32)

    Wenn man als Zweitfrau diesen narzisstischen Müttern und ihren verweichlichten Kindern keine Grenzen setzt - wer dann? Ganz ehrlich, ihr gebeutelten Männer mögt Eure Schmach geerntet haben. Aber was ist mit den Frauen, die Euch lieben und am langen Arm “für Elise“ trällern? Ich mag es nicht, wenn Männer keinen A... in der Hose haben. Sofort wird der Gschdis gezogen:“Ja aber wenn sie es dann an den Kindern auslässt!?“ uhuhuhuuu ja was ist denn dann? Scharade! Scharade ist dann. “Willst Du den Charakter eines Menschen verstehen, musst Du ihn handeln sehen.“ Je eher man diese infantilen und oftmals unterbelichteten Zerwürfnissen handeln sieht, umso besser. Ihr Handeln zeigt allen ihr wahres Ich. Auch wenn manch pubertäres Muttersöhnchen als ewiger Student noch am Rockzipfel der Mamaa hängt. Jeder Psychologe, Rechtsanwalt, Richter(in) spart eine Menge Geld und Zeit. Ob die Kinder verstehen im Sinne von begreifen steht in den Sternen. Aber immernoch besser als sie Jahre, Jahrzehntelang an der Nase rumzuführen und damit Hoffnung zu wecken, dass diese/r Erzeuger/in, der sich Elternteil nennt, alles für das Kindeswohl macht. Blasphemie.